Category: Meine Welt


Lang ist’s her

Die Zeit vergeht, die Erde dreht sich unaufhaltsam und die Sonne geht jeden Tag aufs neue auf. Nur sieht man das nicht immer.

Und so ähnlich ist es auch im Leben. Es geht bergauf, es geht bergab, es geht hin und her und drunter und drüber.

Und so war es auch bei mir. Wobei es sich viel zu lange Zeit auf einem relativ niedrigen Niveau auf und ab bewegte. Aber letzendlich hab ich wohl vor einiger Zeit die Kurve gekrigt. Auch wenn die Selbstwahrnehmung wohl nicht auf dem Vorniveau gelandet ist, so ist sie doch auf einem guten Stand und deutlich gefästigt. Es kann also wieder bergauf gehen. Und um dies vielleicht ein wenig zu unterstützen, aber auch weil mir einfach danach ist, will ich wieder ein wenig schreiben. Auch weil es so schön ist, alte Texte wieder zu lesen. Und irgendwann sind schließlich alle Texte alt.

Meine Ansichten haben sich sicher ein wenig verändert, mein Horizont ist weiter geworden, meine Überzeugungen haben sich hoffentlich nicht zu sehr versteift, mein Gedanken können gerne wieder ein wenig weitere Kreise ziehen, meine Einsichten sind vermutlich etwas aufgeweicht und alles ist ein Stück weit einem gewissen Pragmatismus gewichen. Nichts desto Trotz bin ich glaube auch ein Stück offener geworden und habe mein Interessensgebiet ein wenig verschoben, vor allem aber auch erweitert.

Es ist an der Zeit ein neues Kapitel aufzuschlagen! Weniger in meinem Leben, als vielmehr in meinem Kopf. Ich muss wieder ein wenig Anschluss finden an die Welt und mich langsam aus meiner Beobachterposition lösen. Aber es ist selten ein Prophet vom Himmel gefallen, und daher werden wir sehen, was die Zeit bringt. Ich werde versuchen kleine Schritte langsam zu Gewohnheit werden zu lassen und mich almählich zu steigern.

Zugegeben, das Thema scheint jetzt etwas weit hergeholt sein, aber die Frage ist für mich gerade von ganz praktischer und nicht unbedeutender Relevanz.

Vielleicht bin ich da gerade auch etwas zu konsequent in meinem Denken, aber von Vorn:

Ich schreib ja nunmal gerad an meiner Diplomarbeit und nächsten Mittwoch ist Abgabetermin. Im Wesentlichen war ich mit der Arbeit vor etwa einem Monat fertig. Hab ich gedacht. Noch ein paar Feinschliffe hier und da, vielleicht auch nochmal was umschreiben, und dann halt noch die Form in Ordnung bringen und die ganzen Kleinichkeiten. Dachte ich, und hab das meinem Chef vorgelegt, und war in den beiden darauffolgenden Wochen auch zwei mal bei meinem Prof und es sind noch ein paar Unklarheiten aufgetaucht. Im Prinzip zu knappe und/oder unklare Erklärungen, meine Gramatik wurde in der Art kritisiert, dass ich zu lange Sätze schreibe, und generell schien alles ein wenig unübersichtlich. Bis auf den letzten Punkt alles kein Problem. Eine neue Struktur hab ich mir dann auch überlegt, dann aber verworfen. Es ist halt ein Komplexes Thema. Mein Chef (und auch Betreuer von seiten der Firma) hatte sie auch gelesen und den Inhalt für gut befunden, lediglich an den Formulierungen müsse man noch ein wenig feilen.

Zeit sich damit intensiver zu beschäftigen hatte er dann aber erst letzten Sonntag. In Folge dessen haben wir uns damit ausgibig beschäftigt. Nun muss man sagen, dass er 70 Jahre als ist, und echt fit und umfassend gebildet. War Lektor für internationale Fachzeitschriften und hat in meinen Augen wissenschaftlich echt was geleistet. Was mich jedoch etwas gestört hat, war die Tatsache, dass er im Wesentlichen nicht nur kritisiert hat, sondern seine eigenen Vorstellungen auch im Detail umgesetzt hat. Also auch was Satzbau und Wortwahl anging. Ein wenig hat mich der Gedanke beruhigt, dass wir auf die Art nicht weiter machen können, und er schon von alleine dazu übergehen wird, den Text nicht mehr selbst zu verfassen und wohlmöglich nur noch grobe Kritik zu äußern. Am Mittwoch jedoch kam das erste mal die Frage auf, ob man eine Fristverlängerung beantragen könne, und ich solle mir das mal überlegen. Dies habe ich getan. Mit dem Ergebnis, dass ich pünklich abgeben will. Auch bin ich davon abgewichen das ganze Montag in den Druck zu geben, so dass ich tatsächlich bis Dienstag an der Arbeit werkeln kann. Daraufhin hat er mir erklärt, dass es ihm unter diesen Umständen nicht möglich wäre die ganze Arbeit durchzuarbeiten. Dies entsprach nicht meinen Erwartungen, aber damit hätte ich leben müssen und können.

An dieser Stelle sei bemerkt, dass mir sehrwohl bewusst war, das mein Chef diese Arbeit als etwas ansieht das seine Firma verlässt, und als solches von hoher Qualität zeugen soll. Und demnach auf wollte, das ich einen Zeitaufschub beantrage. Und er hätte dies auch auf seine Kappe genommen. Er hat mir jedoch auch zuverstehen gegeben, dass es meine Entscheidung sei. Und ich wollte nicht verlängern. Zum einen, damit meine Arbeit dies zumindest zum Teil bleibt, und zum anderen, da ich keine wirkliche Rechtfertigung für mehr Zeit gesehen habe. Dass ich nicht weiß, was mein Prof davon hält, und wie sich das eventuell auf die Benotung auswirkt, hat vermutlich keine große Rolle bei meinen Überlegungen gespielt. Seine Zustimmung, die auch nötig ist, werden wir vermutlich bekommen.

Auf meine letzte Mail, in der ich noch einmal gesagt habe, dass ich mich gegen eine Verlängerung entscheide, kam folgende Antwort:

ich kann da wenig machen und möchte deshalb meine Betreuung an der Arbeit nicht erwähnt haben, wenn wir bis zum Termin keine andere Lösung finden.

Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen. Es ist wirklich bedauerlich!

Das hat mich dann etwas vom Hocker gehauen. Und da ich mir nicht einfach einen neuen Betreuer suchen kann, werde ich natürlich versuchen mich am Montag mit meinem Prof in Verbindung zu setzen und eine Verlängerung zu beantragen. Hier mal noch meine Antwort:

Sehr geehrter Herr Schulz,
zu aller erst möchte ich ihnen noch einmal sagen, dass ihr sehr dankbar bin, dass sie mich in diesem Maße bei meiner Arbeit unterstützen und viel Zeit darin investieren. Viele ihrer Kritiken sind berechtig und sicher ist es auch mein Versäumnis, dass wir erst vor 4 Wochen begonnen haben am konkreten Text zu arbeiten.
Da ich nicht in der Lage bin mir einen neuen Betreuer zu suchen, und das eigentlich auch nicht will, werde ich am Montag versuchen eine Fristverlängerung um zwei Wochen zu beantragen!
Ich möchte die Sache damit aber auch nicht einfach auf sich beruhen lassen und will ich mich im Folgenden noch einmal erklären, was ich vielleicht auch früher noch klarer hätte tun sollen. Wobei sie es einem auch nicht unbedingt leicht machen und ich dachte, dass sie meine Entscheidung vielleich nicht für gut heißen, aber dennoch verstehen.
Zwei wesentliche Gründe haben mich dazu bewegt die Arbeit nicht verlängern zu wollen.
Zum einen ist eine Diplomarbeit zwar eine wissenschaftliche Arbeit, die als solche gewissen Ansprüchen unterliegt, sie ist aber trotz alledem auch eine Prüfungsleistung, die Ausdruck der Fähigkeiten des Studenten sein soll und muss. Die Diplomarbeit stellt das Ende einer studentischen Laufbahn dar und soll als solche die im Studium erlangten Fähigkeiten wiederspiegeln. Daher sehe ich es weder als ihre Pflicht, noch als ihre Aufgabe an, diese Arbeit bis ins Detail zu perfektionieren. Zumal ich nicht weiß in wie weit das Resultat noch meine Arbeit darstellt und ich mich bei dieser Art des Betrugs, denn das ist es genau genommen, merklich unwohl fühle.
Zum anderen sehe ich in meinen Augen keine ausreichende Rechtfertigung für das verlegen des Abgabetermins. Denn auch dieser gibt einen Rahmen vor, innerhalb dessen ich als Student in der Lage sein muss ein gegebenes Thema zu bearbeiten. Und wenn meine Diplomarbeit den Maßstäben nicht gerecht wird, die an einen Studenten gestellt werden, dann ist dies mein Stand und vermutlich auch ein Versäumnis der Universität, aber wohl kaum ihre Schuld.
Ich möchte noch einmal sagen, dass ich sehr dankbar für sie als Betreuer bin und mir ist bewusst, dass viele Studenten überglücklich mit ihnen wären, meine Mittbewohner mich für zu moralisch und in dieser Hinsicht ziemlich bescheuert halten, und dass das von ihnen praktizierte Vorgehen vielleicht auch ein durchaus akzeptiertes ist.
Ich verstehe ihren Standpunkt vollkommen, bitte sie aber zumindest Akzeptanz meiner Sichtweise.
Ich bedaure dies nicht eher in der Form ausgedrückt zu haben und hoffe das wir diese Arbeit zu einem für beide Seiten zufriedenstellenden Ende führen können.
Ein schönes Wochenende!

Daher meine Frage: Ist meine Sichtweise antiquiert und/oder Utopisch, oder ist es Rechtfertigung genug von der moralischen Korrektheit des eigenen Handelns überzeugt zu sein?

Ich hab mir da ohnehin schon die ganze Woche das Hirn drüber zermartert, und bin ich mir echt nicht mehr sicher. Sowohl was meine moralischen Standards betrifft, als auch was die Beziehung zwischen meinem Chef und mir angeht…

Meine Diplomarbeit neigt sich dem Ende, und ich hab etwas mehr Zeit das Leben auch wieder intensiv zu genießen. Und eines wird mir dabei zunehmend klarer:

Das große Glück, das über den Moment hinaus geht, gibt es nicht! Aber das kleine Glück wartet an jeder Ecke und zu jedem Augenblick auf uns. Wir müssen es nur als solches erkennen, warnehmen und vor allem begreifen.

Wenn wir bereit sind die einzigartige Schönheit in den Dingen zu erkennen, die uns täglich umgeben, wenn wir die innere Ruhe besitzen um dieses seichte Pflüstern zu hören, dass uns wie ein leises Summen umgibt, und wenn wir die Sorgen, die uns vielleicht bedrücken, einmal etwas abseits stellen, dann erfasst uns zuweilen ein Gefühl von innerer Zufriedenheit, von Ruhe, von Selbstbestimmtheit und Glück. Und je mehr wir uns darin üben bewusst zu leben, uns Zeit für den Augenblick zu nehmen und uns von den unzähligen äußeren Einflüssen ein wenig lossagen, desto häufiger werden wir solchen Augenblicken auch begegnen.

Dazu müssen wir lediglich auf unseren Körper hören und den Lärm unserer modernen Welt um uns herum einen Moment vergessen.

Das Leben besteht nicht aus Frühstück, Arbeit, Abschalten, und ab und zu mal Urlaub! Und das kleine Glück finden wir zuweilen überall. Sei es im strömenden Regen oder bei Sonnenschein.

 

Und wem das jetzt zu spirituell erscheint, der kann sich damit trösten, dass vielleicht alles nur ein Selbsthilfemechanismus ist, der mich in einer zum Verzweifeln gut geeigneten Welt bei Verstand hält.

Zeit

Es gab Zeiten in meinem Studium, da hab ich (die meisten) Vorlesungen besucht, Protokolle geschrieben und Praktika vorbereitet, aber sonst recht viel rumgegammelt. Sicher hab ich mich auch damals wie bereits zu Schulzeiten mit verschiedenen gesellschaftlichen Problemen befasst, und auch etwas geschrieben, aber zur Zeit erkenne ich mich selbst kaum wieder.

Seit dem ich nur noch 6 Stunden am Tag arbeite, um mehr Zeit für meine Dipomarbeit zu haben werde ich in einem Maße von Tag zu Tag produktiever, dass ich mich selbst kaum wieder erkenne.

Nicht nur dass ich schon immer Probleme hatte viel zu schreiben, und zumeist nicht mehr als eine Seite am Tag zustande brachte, auch dass ich regelmäßig Ablenkung durch Filme, Serien, Spiele und ähnliches gebraucht habe, scheint vorbei. Seit etwa zwei Wochen schlafe ich nur noch 6 Stunden am Tag, und nutze den Rest in einem Maße, dass mir früher unvorstellbar vorkam. Ein wesentlicher Teil dieses Phänomens scheint die Tatsache zu sein, dass ich mich sehr häufig mit Menschen über die Probleme unserer Welt unterhalte und mit diesen auch Ideen entwickle und Aktionen plane, um die Menschen darauf ein wenig aufmerksam zu machen.

Diese Treffen sind zwar zum Teil recht lang, und erfordern eine gewisse Aufmerksamkeit und Durchdachtheit, aber meistens habe ich danach das Gefühl, ich könnte Bäume ausreichen. So kommt es nicht selten vor, dass ich nach der Arbeit etwa 2 Stunden koche und etwas das WG-Leben genieße, dann an der Diplomarbeit arbeite, mich dann mit „meinen Leuten“ treffe, und hinterher noch einmal bis 1 Uhr Nachts an meiner Diplomarbeit schreibe. Und selbst wenn ich einmal von 6 bis 22 Uhr arbeiten muss, gehe ich dannach mitunter noch eine Stunde Joggen und setzt mach danach noch an meine Diplomarbeit. Dazu Montags 4 Stunden Sport und z.B. mal Paddeln gehen.

Den Höhepunkt bildete vorerst die vergangene Nacht, in der ich Nachts um 3 mal eben beschlossen habe auf Arbeit zu fahren, um noch ein wenig was zu schaffen. Mittags zwei Stunden sonnenbaden an der Elbe, und bereits wieder fit und voller Tatendrang.

Es ist ein wenig, als würde man sich von Raum und Zeit lösen und über den Dingen zu schweben beginen.

Ich bin mir gerade nur nicht richtig sicher wo die Reise hingeht…

Es ist geschafft! Diese Woche habe ich endlich meine letzte Prüfung bestanden. Und damit weit mehr erreicht, als nur eine weitere letzte Note angesammelt…

Vier Tage gelernt und eine 2,3 bekommen. In einer Klausur mit dem Umfang von mehreren Vorlesungen. Und das nach eineinhalb Jahren mehr oder weniger ohne Kontakt mit dem behandelten Stoff. Da kann man sich nicht beschweren!

Doch leider lief es nicht im ganzen Studium so einfach. Das lässt sich schon daran erwähnen, dass zwischen den Vorlesungen und der Prüfung mehrere Semester lagen. Zeit einmal ein Zwischenresümee zu ziehen (die Diplomarbeit muss ja noch beendet werden):

Was heißt es zu studieren? Das ist wohl Ansichtssache. Doch welchen Zweck hat das Studium? Wonach sollte sich der Inhalt des Studiums im weitesten Sinne richten? Und wie gut stimmen Realität und Praxis überein?

Ganz wesentlich hängt das natürlich vom gewählten Studiengang ab, und ein wenig wohl auch vom Studienort. Ich für meinen Teil habe ein naturwissenschaftliches Studium (Angewandte Naturwissenschaften; Vertiefung Umweltanalytik) gewählt. Und wenn ich den heute überlege, was im Studium alles überflüssig war, so muss ich feststellen, dass es eine ganze Menge war. Sicherlich benötigt man einen Überblick über etwas mehr als nur sein Fachgebiet. Hinzu kommt, dass man ja während des Studiums in den seltensten Fällen schon weiß, was danach mal kommt, und was man dann genau benötigt. So möchte ich im Wesentlichen auch gar keine Kritik daran äußern, was man so alles für Vorlesungen hat, auch wenn etwas mehr Auswahl für den Studenten, der ja manchmal doch eine Vorstellung davon hat wo er einmal hin will, wohl nicht verkehrt wäre…

Was ich im Nachhinein, wie teils auch schon eher im Studium, besonders zu bemängeln habe, ist die Art und Weise, wie das Wissen der Studenten geprüft wird. Sicherlich ist es für den Lehrenden das Einfachste, wenn er einen Test schreibt, in dem man auf eindeutige Ergebnisse kommt und wo man klar definiertes Wissen abfragt. Das ist dann richtig oder falsch, man bekommt Punkte und hat mehr oder weniger gut bestanden – oder eben auch nicht. Demgegenüber steht natürlich die Möglichkeit, Verständnisfragen zu stellen, was sowohl vom Aufwand her, als auch von der Vergleichbarkeit her schwieriger zu bewerten ist.  Jedoch hat schon Einstein gesagt: „Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht.“ Was ich in meinem Beruf auswendig wissen muss, das lerne ich ja nicht in der Uni, sondern während der Arbeit. Welchen Sinn hat es, unabhängig davon, ob ich das später brauche oder nicht, das Periodensystem der Elemente auswendig zu lernen (bis zur 6.Periode mit Nebengruppen)? Selbst wenn dies für meinen Job tatsächlich unerlässlich sein sollte, dann hilft es auch  nicht es im 5 Semester zu lernen, um es spätestens im 7. wieder vergessen zu haben. Ganz zu schweigen von Unmengen an Formeln, die so unbekannt und unbedeutend sind, dass sie lediglich im Buch des Menschen stehen, der unglücklicher Weise gerade dein Prof ist, und das Ganze für einfach, logisch und vor allem wichtig hält.

Ich muss zugeben, dass ich schon immer große Probleme mit dem Auswendiglernen hatte. Zum meinem Glück wurde ich dafür von meinen Eltern mit einem, wie ich meine, sehr gutem Verstand ausgestattet. Dies hat es mir gerade in den Naturwissenschaften und Mathematik immer sehr leicht gemacht. Zumindest in der Schule, denn leider musste ich feststellen, dass es im Studium zwar genauso wenig/viel ums Verstehen ging, wie in der Schule, jedoch kam für mich irgendwann der Punkt, an dem die Formeln, die man anwendete, nicht mehr logisch waren. Sie behandelten nur Sonderfälle, unterlagen eine Unzahl verschiedener Annahmen oder folgten irgendwelchen hochtheoretischen Modellen. Was mich besonders gestört hat, was dabei die Tatsache, das diejenigen, die keinen blassen Schimmer hatten, aber die Formeln auswendig konnten, zumeist besser dastanden, als diejenigen, denen es andersherum erging.

Glücklicher Weise konnte ich feststellen, das die Noten hinterher (oder eben auch schon vor dem Ende)  tatsächlich kaum mehr jemanden interessieren!

Man muss sich jedoch fragen, welchen Sinn und Zweck eine so geartete Bewertung des Studiums überhaupt hat. Zumal durch ein solches Vorgehen mitunter auch kräftig ausgesiebt wird. Und das eben auch in Studiengängen, wo es angeblich mehr Studenten bedarf…

Auch ich wäre am Ende fast an einem Testat gescheitert, dessen Sinnhaftigkeit ich stark anzweifeln möchte.

Erleuchtung?

Kürzlich ist mir etwas interessantes widerfahren…

Gerade einen Tag nachdem es mir mal wieder gelungen war meine Gedanken halbwegs zu ordnen und auf den Punkt zu bringen, kam mir mal wieder ein Text aus meiner Vergangenheit in die Hände. Nun bin ich ja mit 25 Jahren noch nicht so alt, so dass man eigentlich sagen müsste ein Text aus meiner Jugend. Nur war ich damals nicht sonderlich schreibsamer als heute, und hab auch damals schon immer nur sporadisch derlei Aktivitäten an den Tag gelegt, so dass der Text, oder besser die Texte sich nicht so gut datieren lassen, aber es war wohl irgendwo in meiner Schulzeit zwischen der 10. Klasse und dem Abi.

Und wie ich so lese, wird mit allmählich bewusst, dass ich in den letzten Jahren zwar vieles dazugelernt habe, dass sich viele meiner Ansichten geändert haben, und dass ich eine wesentlich umfänglichere Sicht auf die Welt erlangt habe, aber im Grunde hatte ich damals einen besseren Blick für das Wesentliche! Ich dachte bisher, dass vor allem das Internet als Informationsquelle mir sehr geholfen hat eine vernünftige Weltsicht zu erlangen, aber heute muss ich feststellen, dass sich zwar Meinungen gebildet, verändert oder gefestigt haben, aber dass sich meine Grundeinstellung eigentlich seit 10 Jahren nicht wesentlich geändert zu haben scheint.

In guten und konstruktiven Gesprächen kommt es zuweilen vor, dass man an einen Punkt gelangt, wo man sich in der Sache zwar einig ist, es aber dennoch unterschiedliche Ansichten gibt. Dass man alle Argumente ausgetauscht, nachvollzogen und verstanden hat. Dass man genau weiß, was der andere sagen will. Dass man aber dennoch verschiedener Meinung ist. Ganz einfach auf Grund von grundauf verschiedenen Einstellungen. Einstellungen die man sich nur sehr schwer begründen kann, die man noch schwerer anderen erklären kann, und die einem oft trotz ihrer fundamentalen Wichtigkeit gar nicht so bewusst sind.

So kann man zum Beispiel über soziale Ausgleichssysteme ewig diskutieren. Man wird sich aber nie einigen können, wenn man nicht das grundlegende Verständnis darüber teilt, was man bereit ist jedem Menschen zuzugestehen. Per Gesetz haben auch HarzIV-Emprfänger in Deutschland das Recht auf einen Internetanschluss, aber Ausländer dürfen nicht einmal halbwegs uneingeschränkt nach Deutschland einwandern. Allein diese Tatsache wirft grundlegende, fundamentale Fragen auf, die man sich kaum stellt, und derer man sich kaum bewusst ist.

Und eben diese Fragen sind es, die ich mir früher viel häufiger gestellt habe und derer ich mir früher auch eher bewusst war. Meine Antworten darauf sind die selben, aber wenn die Fragen in Vergessenheit geraten, gerät leider auch das Fragen in Vergessenheit. Und in diesem Fall ist es das Fragen worauf es ankommt!

Die Welt ist komplexer als es uns lieb ist. Viele Aspekte bedingen einander, strahlen auf andere aus und werden von Faktoren beeinflusst, die man meist erst auf den zweiten Blick bemerkt.

Das macht die Beantwortung vieler Fragen sehr kompliziert. Das meiste erscheint undurchsichtig, und vieles ist es auch.

Dennoch gibt es in meinen Augen einige grundlegende Dinge, die nicht unbedingt leicht zu erkennen sind, aber zumindest leicht zu verstehen. Sowohl der klare Menschenverstand als auch die Mittel der Logik geben uns die Möglichkeit einfache Gedanken nachzuvollziehen und als wahr oder falsch zu beurteilen.

Hier sehe ich eine Möglichkeit, bei der wir ansetzen sollten, die Menschen wach zu rütteln.

Es ist vergleichsweise schwer ein in sich geschlossenes Konzept zu entwickeln, welches die Lösung all unserer Probleme offenbart – insbesondere wenn man die Verschiedenheiten der menschlichen Natur berücksichtigen will. Es ist jedoch an einigen Stellen ein Leichtes die Fehler des vorhandenen „Systems“ aufzuzeigen und zumindest Möglichkeiten anzubieten, wie man das Problem lösen kann. Wir müssen ja nicht „die“ Lösung für alle finden – das ist wohl auch nicht möglich – und wir können sicher auch nicht für uns beanspruchen für alle zu reden. Ich glaube es ist vollkommen ausreichend Lösungsvorschläge in den Raum zu stellen, deren Vor- und Nachteile zu nennen, und sich die Menschen selbst eine Meinung bilden zu lassen.

Demokratie heißt eben auch, dass wir als Gruppe nicht alles zu entscheiden brauchen!

Zwei Beispiele:

  1. Wir haben offensichtlich einen Punkt in unserer Entwicklung als Gesellschaft erreicht, an dem nicht mehr jeder zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen nötig ist. Es mangelt uns zwar nach der Meinung vieler Menschen an Arbeit, aber es mangelt nicht an materiellen oder immateriellen Dingen die es zu erarbeiten gilt. Dabei beziehen sich „Dinge“ vorrangig auf Produkte, die einen messbaren Wert darstellen. Sicherlich können wir mehr Lehrer, Sozialarbeiter und Altenpfleger gebrauchen, aber diese schaffen nicht oder kaum mehr (messbare) Werte, weshalb an dieser Stelle gerne gespart wird. Daher ist es auch völlig absurd mehr (Witschafts-)Wachstum zu fordern. Entweder wir produzieren mit weniger Menschen die gleiche zahl an Gütern, oder wir produzieren mehr Güter, welche dann aber auch verbraucht werden müssen. Auch das Erschließen neuer Märkte hilft da auf Dauer nicht weiter. Es macht ab einem gewissen Punkt einfach keinen Sinn die Produktion und Produktivität immer weiter zu steigern.

    So viel zu dem klaren Problem, welches man jedem recht einfach erläutern kann.

    Lösungsansätze gibt es verschiedene. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eine Möglichkeit. Es ist aber auch denkbar die Arbeitszeit so weit zu kürzen, dass jeder die Möglichkeit erhält, von dieser „produktiven“ Arbeit gut zu leben. Oder man erhebt z.B. auf Güter eine höhere Mehrwertsteuer, und finanziert damit sinnvolle Arbeiten im sozialen Bereich.

    Diese drei Lösungsbeispiele haben jeder seine Vor- und Nachteile. Und es muss in meinen Augen nicht unser Anspruch sein, die „beste“ Lösung zu präsentieren oder gar zu propagieren. Allein das Herausarbeiten und Gegenüberstellen der Alternativen (und natürlich des aktuellen Systems) kann ausreichend sein. Über etwas derart Grundsätzliches könnte man im Anschluss an eine Aufklärung eine Befragung oder Abstimmung setzen.

    Sicher ist eine Lösung des Problems auf diese Weise nicht realistisch, aber auch aus demokratischen Gesichtspunkten heraus in meinen Augen durchaus erstrebenswert.

  2. Ein zweites Problem, welches in meinen Augen grundlegend einfach und verständlich ist, befasst sich mit der Besitzverteilung. Auch wenn man Gewinne aus nicht selbstständiger Arbeit für gerechtfertigt hält, so bleibt doch die Frage, was mit diesen Gewinnen geschieht. Solange jemand das Geld, dass er verdient, auch wieder ausgibt, kommt das Geld wieder zurück ins „System“ und gibt anderen Menschen Arbeit. Was aber, wenn jemand dieses Geld nicht ausgibt, sondern anlegt, um noch mehr Geld aus nicht selbstständiger Arbeit zu erhalten? Ganz einfach, es wird immer mehr Geld. Und dieses Geld muss irgendwo nun einmal auch jemand verlieren, was zu einer ganz natürlichen Verschiebung der Geldverteilung führt.

    Auch hier ist das Problem denke ich im Kern sehr einfach, ohne dass man irgendwelche moralischen oder wirtschaftlichen Zusammenhänge berücksichtigen muss. Das Wasser strömt immer zum Meer, ob ich nun einen Staudamm baue, oder nicht.

    Auch hier kann man nun wieder überlegen, was man dagegen tun kann. Klar ist, das Wasser muss wieder auf den Berg, oder eben das Geld zu den Menschen, die dafür auch arbeiten. Ob man dies nun durch Steuern, durch Zwangsspenden oder den irgendwie gearteten „Zwang zum Geldausgeben“ löst, kann man diskutieren, aber das Problem steht im Raum und löst sich nicht von allein.

Hier mal noch ein, wie ich finde, schönes Zitat:

„Wissen beginnt demnach mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der Ent-täuschung, Wissen bedeutet, durch die Oberfläche zu den Wurzeln und damit zu den Ursachen vorzudringen, die Realität in ihrer Nacktheit zu „sehen“. Wissen bedeutet nicht, im Besitz von Wahrheit zu sein, sondern durch die Oberfläche zu dringen und kritisch und tätig nach immer größerer Annäherung an die Wahrheit zu streben „

Erich Fromm

Da ich nun einmal beruflich ein wenig damit zu tun habe, und Radioaktivität für viele Menschen und offensichtlich auch unsere Medienwelt etwas äußerst unverständlich Schlechtes ist, möchte ich dazu mal ein paar Dinge klarstellen.

1. Das Hauptproblem der Radioaktivität ist vermutlich nicht, dass sie so schädlich ist, sondern, dass sie so schwer zu verstehen ist. Sie ist nicht wirklich greifbar und eigentlich nur wissenschaftlich halbwegs verständlich. Darüber hinaus gibt es keine verlässlichen Angaben über die tatsächliche Schädlichkeit radioaktiver Strahlung. Dabei muss man zwischen zwei Teilaspekten unterscheiden. Der eine ist die Physikalische Aspekt. Das Verständnis der Radioaktivität in ihren Eigenarten als besonders energiereiche elektromagnetische Welle und verschiedenen Teilchen und damit verschiedenen Strahlungsarten. Dies ist für den Leien nicht leicht zu verstehen. Allerdings ist es auch bei weitem nicht so kompliziert wie zum Beispiel die Quantenmechanik. Der zweite Aspekt ist die medizinische Betrachtung und Bewertung der Gefahren die von radioaktiver Strahlung ausgehen. Srahlt genug radioaktive Strahlung auf den Körper ein, kommt es zu Verbrennungen. Das ist der Grund für die direkten Opfer der Atombombenabwürfe in Japan und auch für die ersten etwa 60 Toten in Tschernobyl. Dies ist wissenschaftlich leicht zu verstehen, und auch relativ unbestritten. Problematisch wir es, wenn man nur geringe Mengen radioaktiver Strahlung betrachtet. Dann kann es zu keinen Verbrennungen kommen, jedoch wird durch Radioaktivität die DNA beschädigt. Oder besser gesagt, sie kann beschädigt werden. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass eine definierte Menge (und Energie) radioaktiver Strahlung die DNA schädigt, ist immer gleich. Und wenn ich die Menge verzehnfache, verzehnfache ich eben auch das Risiko eines Genschadens. Das Problem besteht im Wesentlichen darin, dass es einer sehr großen Menge Strahlung bedarf, bis einmal ein relevanter DNA-Schaden entsteht. Das liegt zum einen daran, dass der Körper DNA-Schäden verschiedenster Art reparieren kann, und zum anderen daran, dass ein DNA-Schaden häufig keine relevanten Einfluss auf den Organismus hat. Und bei diesen vielen Unsicherheitsfaktoren ist eine Bewertung sehr schwierig. Das kann man sich vielleicht so vorstellen, als wenn man von 1000 Menschen ein Morsesignal bekommt, von denen 999 nur wild auf der Taste rumhämmern und einer versucht tatsächlich etwas mitzuteilen. Da kann man Computer mit so viel Statistik füttern, wie man will, ein zuverlässiges Ergebnis erhält man nicht, Zumal Krebs ja nicht nur von Radioaktivität verursacht wird.

2. Des weiteren sollte man zwischen natürlicher und künstlicher Radioaktivität unterscheiden. Denn Radioaktivität gibt es überall. Das Weltall straht verschiedenste Partikel auf die Erde , welche vorrangig  mit Atomen in der Atmosphäre reagieren und dabei andere Atome bilden, die zum Teil radioaktiv sind. Darauf basiert zum Beispiel die Radiokarbonmethode, bei der man ausnutzt, dass das Verhältnis von radioaktivem zu nicht radioaktivem Kohlenstoff in der Atmosphäre immer relativ gleich ist, wohingegen die radioaktiven Anteile in abgestorbenen Pflanzen und Tieren allmählich abnehmen. Daher gibt es im Menschlichen Körper 3000-20000 Zerfälle pro Sekunde. Die andern beiden großen Quellen von Radioaktivität sind Vulkanausbrüche (da radioaktive Stoffe, die noch von der Entstehung der Erde her stammen, sehr schwer sind, kommen sie im Erdinneren gehäuft vor) und das Radon (radioaktives Edelgas, welches in allen Zerfallsketten vorkommt), welches überall in der Welt aus dem Boden aufsteigt. Die durch diese Quellen entstehende Radioaktivität ist nur bedingt vermeidbar und macht den größten Teil der radioaktiven Strahlung aus, und ist daher auch für die meisten Krebsfälle verantwortlich (Was das oben erwähnte Problem der statistischen Auswertung noch vergrößert). Eine weitere bedeutende Quelle ist zwar natürlich, jedoch setzen wir uns ihr nicht natürlich aus, bzw. nicht in relevanten Mengen. Es handelt sich um die oben bereits angesprochene Kosmische Strahlung, die auf den Menschen immer einwirkt, aber besonders bei Flügen oder in großen Höhen eine bedeutende Rolle spielt. So wird die Dosis bei Piloten etwa um den Faktor 5 gegenüber der natürlichen Radioaktivität erhöht, der Faktor bei Astronauten liegt bei mehreren Hundert.

3. Auch die künstliche Radioaktivität lässt sich weiter aufteilen. Die präsentesten Quellen in den Medien sind wohl die Atomkraftwerke. Diese machen aber im Vergleich zur natürlichen Radioaktivität nur etwa 1-5 % aus. Rauchen ist da deutlich effektiver. Die bedeutendste Quelle radioaktiver Strahlung ist jedoch mit Abstand die medizinische Anwendung, die über 90 % der künstlichen Radioaktivität ausmacht.

Eine schöne Übersicht über weitere künstliche und natürliche Quellen sowie verwendete Einheiten gibt es bei der Uni-Bonn.

4. Ein wesentliches Problem in der Bewertung der Gefahren durch Radioaktivität sehe ich in der Verhältnismäßigkeit. Ich bin kein großer Freund unserer Kernkraftwerke, aber selbst wenn man die Gefahren z.B. durch Unglücke in Kernkraftwerken als hoch einschätzt, gibt es weitaus größere Probleme, die sich wesentlich leichter lösen ließen. So gibt es z.B., um beim Thema Radioaktivität zu bleiben, im Irak Krankenhäuser, in denen jedes zweite Kind missgebildet zur Welt kommt. Ursache ist der Einsatz von abgereichertem Uran als Munition. Allein was durch den Einsatz solcher Munition der Wind nach Europa treibt, ist hier schädlicher als der Niederschlag, der uns aus Fukoshima erreicht, ob nun durch die Luft, oder durch Lebensmittel. Von den Folgen für den Irak und andere Länder ganz zu schweigen.

 

Nur weil Radioaktivität unsichtbar und schwer zu verstehen ist, ist sie noch lange nicht schädlicher als Rauchen, Alkohol und andere Drogen, von dem Hunger und den Kriegen in der Welt mal ganz zu schweigen…

Da kommen einem ja schon fast Selbstmordgedanken wenn man sich anschaut, wie immer mehr Politiker eine europäische Wirtschaftsregierung fordern.

Und da wir Deutschen uns ohnehin lieber um unsere Arbeit als um unser Leben sorgen, sind wir wohl auch nicht besonders böse darüber, dass es abzusehen ist, dass die EU endlich einmal sagt, wo es lang zu gehen hat. Dann haben endlich alle eine sichere Arbeit, dass die EU dabei die Fäden in der Hand hat, ist ja nicht so schlimm, eher noch zu befürworten. Denn wer traut schon einem deutschem Politiker? Die sind doch alle Korrupt und vertreten ohnehin vorrangig ihre eigenen Interessen, wenn sie denn überhaupt einmal eine eigene Meinung vertreten.

Ich bin zwar etwas zu jung, um dies noch aktiv miterlebt zu haben, aber ich dächte die Geschichte hat gezeigt, dass eine zentrale Steuerung keine gute Lösung darstellt.

Naja, das ist vermutlich auch nur so eine bekloppte Verschwörungstheorie! Ich hab ja schließlich auch gehört, dass die Mauer nicht wirklich weg ist, dass man sie nur exportiert hat. Diese komischen Theoretiker sind sich nicht mal einig, ob die Mauer nun in Israel steht, oder um ganz Europa gebaut wurde. Eine Mauer im Mittelmeer, dass wäre vielleicht sinnlos…

Es wird endlich Zeit, dass die EU auch mal die Griechen zum Arbeiten bringt. Die EU wird es dann sicher auch schaffen, dass die rund 2000 € Außenhandelsüberschuss, die im Schnitt jeder Deutsche im Jahr erarbeitet (d.h. wir erwirtschaften und exportieren im Jahr 2000 € mehr , als wir verbrauchen und importieren), tatsächlich bei den Menschen ankommen. Und wenn wir dann alle im Geld schwimmen, können wir endlich weniger arbeiten und unser Geld am Mittelmeer verprassen.  Damit ist dann allen geholfen.

Und was an einer EU-Wirtscahftsregierung auch toll ist, ist dass alleine in dem Wort schon drinnen steckt, dass die Wirtschaft regiert. Die Wirtschaft weiß sowieso besser was sie braucht. Und da wir alle von ihr abhängen, ist es auch gut, dass man sich dazu einmal bekennt. Denn die Politik ist ja nicht wirklich für die Menschen da, nur auf die Wirtschaft kann man sich verlassen, sie ist für die Menschen da. Sie gibt uns schließlich Arbeit – nicht die Politik. Und da ich sowieso keinen Einfluss auf die Politik nehmen kann, ist es auch gut, wenn die EU, wo sowieso kein Politiker sitzt den man kennt, geschweige denn, dass man weiß wie viel die da rumgammeln, gleich von der Wirtschaft gelenkt wird. Dann geht es endlich bergauf. Und eine 5 % Hürde brauchen wir da auch nicht einführen, da kleine und mittelständische Unternehmen dort ohnehin nichts zu vermelden haben. Wäre ja auch blöd, wenn irgend jemand mit seiner eigenen Firma machen könnte, was er will.

Da zahle ich dann in Summe auch gerne mehr als die aktuellen rund 70 % Steuern!

Ich lebe schließlich um zu arbeiten – nicht umgekehrt…

Es ist schon ein paar Jahre her, da habe ich angefangen freiwillig für mich zu lesen. Das war wohl so in der 8. Klasse, also recht spät. Wie auch immer. Nachdem ich recht schnell festgestellt habe, dass ich nicht so der Freund von Allerweltsliteratur bin, kam ich über ein paar utopische Romane recht schnell auf die Philosophie. Natürlich nichts wissenschaftliches, sondern eher Klassiker aus Europa und Asien. Und unter anderem bin ich dabei sehr bald zu „Also sprach Zarathustra“ gekommen. (Die Ähnlichkeit mit dem Namen Tharaostra ist durchaus nicht zufällig!) Auch wenn Nietzsche wie jeder Mensch ein Kind seiner Zeit war, und in diesem Sinne auch nicht frei von Fehlern und Ansichten, die heute lange überholt sind, so hat mich dieses Buch doch in seinen grundlegenden und tiefgreifenden Überlegungen sehr geprägt und mich mit seiner Sprache gefesselt.

Kurz nachdem ich anfing zu lesen begann ich auch mir Gedanken zu machen – und zu schreiben. An sich immer nur für mich, da es mir half meine Gedanken zu ordnen, aber bald entwickelte sich auch der Gedanke heraus eine Art Buch zu schreiben, oder es zumindest zum Spaß in der Art zu versuchen.

Nach zwei Ansätzen begann ich vor etwa 4 Jahren damit es auf eine Art zu versuchen, die der von „Also sprach Zarathustra“ nahe kommt. Auch wenn mir vollstens bewusst ist, dass zwischen meinem „Werk“ und dem Nietzsches Welten liegen werden. Hauptintention dabei ist, es später einmal zu lesen, und sich daran zu erfreuen – oder eben zu denken: „Man war ich ein Idiot!“^^

Ein paar Seiten hab ich dazu wie gesagt shcon geschrieben, und wenn ich diese überarbeitet habe, werde ich sie hier einfach mal rein stellen, und bin auf eure Reaktionen gespannt!