Die Welt ist kompliziert.

Das will und kann ich nicht bestreiten.

Aber das Problem daran ist nicht, dass wir sie deshalb nicht verstehen, sondern dass wir uns duch die Kompliziertheit der Welt davon ablenken lassen, dass es einfache Wahrheiten gibt.

In unserem Innern wissen wir, dass unser Wohlstand nicht nur auf Technologien und unserer Arbeit beruht, sondern auch auf der Ausbeutung anderer Menschen. Wir wissen, dass Kriege nicht geführt werden, um den Menschen in einem fremden Land zu helfen, sondern um unsere Interessen durchzusetzen.

Das ist uns klar! Aber die Konsequenzen erahnen wir nur. Es ist nur schwer vorstelbar, in wie weit unser Wohlstand tatsächlich zu Lasten Dritter geht. Und da dies so schwer vorzustellen ist, lassen wir es gleich ganz bleiben, berufen uns auf die Kompliziertheit der Welt und täuschen damit uns und andere. Eine kollektive Ignoranz entsteht, und diejenigen die aus diesem Kollektiv ausbrechen, werden kaum beachtet und zum Teil als Spinner bezeichnet.

Das führt so weit, dass unser Gehirn uns mit der Zeit glauben macht es wäre alles in Ordnung. Werden wir danach gefragt, wissen wir zwar noch, dass da etwas nicht stimmt, aber im Altag werden diese Aspekte mitunter vollkommen ins Unterbewusstsein verdrängt.

Der Mensch ist nicht von Grund auf böse, aber er unterliegt wie alle Tiere einem Selbsterhaltungstrieb, der auch das Bewusstsein verschiebt, wenn es nötig ist und die eigene Existenz bedroht scheint.

Neben diesem Trieb gibt es aber auch diese eine Eigenschaft, die den Menschen angeblich signifikant vom Tier unterscheidet. Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen. Das heißt wir sollten zumindest in der Lage sein unseren Verstand zu gebrauchen.

Und wenn Mensch zum Beispiel die Menschenrechte für gut erachtet und diese mit ein wenig Verstand beherzigen, sollte allen Menschen auf dieser Welt ein besseres Leben möglich sein.

Zu erkennen, dass die Umverteilung materiellem Wohlstandes dabei allen zugute kommen kann, ist dabei nur ein erster Schritt.

 

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