Es gab Zeiten in meinem Studium, da hab ich (die meisten) Vorlesungen besucht, Protokolle geschrieben und Praktika vorbereitet, aber sonst recht viel rumgegammelt. Sicher hab ich mich auch damals wie bereits zu Schulzeiten mit verschiedenen gesellschaftlichen Problemen befasst, und auch etwas geschrieben, aber zur Zeit erkenne ich mich selbst kaum wieder.

Seit dem ich nur noch 6 Stunden am Tag arbeite, um mehr Zeit für meine Dipomarbeit zu haben werde ich in einem Maße von Tag zu Tag produktiever, dass ich mich selbst kaum wieder erkenne.

Nicht nur dass ich schon immer Probleme hatte viel zu schreiben, und zumeist nicht mehr als eine Seite am Tag zustande brachte, auch dass ich regelmäßig Ablenkung durch Filme, Serien, Spiele und ähnliches gebraucht habe, scheint vorbei. Seit etwa zwei Wochen schlafe ich nur noch 6 Stunden am Tag, und nutze den Rest in einem Maße, dass mir früher unvorstellbar vorkam. Ein wesentlicher Teil dieses Phänomens scheint die Tatsache zu sein, dass ich mich sehr häufig mit Menschen über die Probleme unserer Welt unterhalte und mit diesen auch Ideen entwickle und Aktionen plane, um die Menschen darauf ein wenig aufmerksam zu machen.

Diese Treffen sind zwar zum Teil recht lang, und erfordern eine gewisse Aufmerksamkeit und Durchdachtheit, aber meistens habe ich danach das Gefühl, ich könnte Bäume ausreichen. So kommt es nicht selten vor, dass ich nach der Arbeit etwa 2 Stunden koche und etwas das WG-Leben genieße, dann an der Diplomarbeit arbeite, mich dann mit „meinen Leuten“ treffe, und hinterher noch einmal bis 1 Uhr Nachts an meiner Diplomarbeit schreibe. Und selbst wenn ich einmal von 6 bis 22 Uhr arbeiten muss, gehe ich dannach mitunter noch eine Stunde Joggen und setzt mach danach noch an meine Diplomarbeit. Dazu Montags 4 Stunden Sport und z.B. mal Paddeln gehen.

Den Höhepunkt bildete vorerst die vergangene Nacht, in der ich Nachts um 3 mal eben beschlossen habe auf Arbeit zu fahren, um noch ein wenig was zu schaffen. Mittags zwei Stunden sonnenbaden an der Elbe, und bereits wieder fit und voller Tatendrang.

Es ist ein wenig, als würde man sich von Raum und Zeit lösen und über den Dingen zu schweben beginen.

Ich bin mir gerade nur nicht richtig sicher wo die Reise hingeht…

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