Vor kurzem war ich wieder einmal bei meinen Großeltern. Dabei kamen zwei interessante Zitate zum Thema Griechenland zur Sprache, die mich ein wenig zum Nachdenken angeregt haben.

Zum einen: „Die Südländer können nicht richtig arbeiten.“

Und zum anderen soll ein, ich glaube es war ein Grieche, schon vor einigen Jahrzehnten gesagt haben: „Wir arbeiten um zu leben. Die Deutschen leben um zu arbeiten.“

Insbesondere die zweite Aussage finde ich dabei sehr interessant. Und wenn man sich dies ein wenig genauer überlegt, mag es im Großen und Ganzen sogar stimmen. Andererseits ist es wohl gerade diese Arbeitsamkeit, die uns Deutsche wohl dahin gebracht hat, wo wir heute stehen.

Es stellt sich die Frage, was denn besser sei. Viel zu arbeiten, und davon zu leben. Oder viel zu leben, und dafür zu arbeiten. Ich persönlich finde den zweiten Ansatz besser, da er mehr auf dem Wesentlichen beruht und eben das Leben im Vordergrund steht – nicht die Arbeit. Das heißt man lebt nicht so gut, wie man es sich leisten kann, sondern man lebt wie man will, und arbeitet so viel wie nötig. Oder anders gesagt: Man gibt nicht so viel Geld aus wie man hat, sondern erarbeitet so viel Geld, wie man braucht.

Sicherlich kann man diese beiden Denkmuster nicht so klar voneinander unterscheiden, aber ich glaube schon, dass sie bei verschiedenen Menschen, und auch bei verschiedenen Völkern, unterschiedlich ausgeprägt sind.

Das Problem, welches dadurch in meinen Augen im Zusammenspiel mit unserer modernen Gesellschaft entsteht, ist wohl, dass es schwer ist für unterschiedliche Menschen gleiche Gesetze zu machen. Schon die alten Griechen haben erkannt, dass unterschiedliche Lebensräume die Menschen verschieden prägen, und sie in dieser Folge auch verschiedene Gesetze benötigen. Und da verschiedene Lebensweisen eben auch einen bedeutenden Einfluss auf die Wirtschaft eines Landes haben, kann es in meiner Meinung nach daher nicht im Interesse aller Menschen sein, z.B. alle europäischen Staaten in einem Land zu einen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Staaten immer regulieren und vereinheitlichen.

 

Auf der einen Seite preisen wir Vielfalt und Wettbewerb, auf der anderen Seite beschneiden wir beides durch immer mehr Staatliche Eingriffe auf nationaler, aber auch internationaler Ebene.

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