Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. […]

Artikel 3: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich… Niemand darf wegen …, seiner Heimat und Herkunft, … benachteiligt oder bevorzugt werden.

Dies ist in unserem Grundgesetz zu lesen, und taucht als Zitat in meiner Jugendweiheurkunde auf, wo es mir heute vor die Augen kam. Als ich darüber später einmal etwas mehr nachdachte, kam mir ein interessanter Gedanke, der mich schon des Öfteren einmal gestreift hat, der aber noch nie so deutlich vor meinem geistigen Auge schwebte.

Wenn nun unser Grundgesetz, wenn es streng genommen auch nicht von uns , sondern nur für uns gemacht wurde und eigentlich einmal einer Abstimmung unterzogen werden müsste, tatsächlich die Grundlage für das Wirken aller Staatlichen Gewalt darstellt, dann geht in meinen Augen einiges schief im Staate Deutschland.

Denn wenn geschrieben steht, „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“, dann frage ich mich, ob nur Deutsche Menschen sind, nur Europäer, oder ob man auch Afrikaner, Chinesen und eben den Rest der Menschheit mit einschließt.

Und auch wenn dieses Gesetz offiziell nur in Deutschland gültig ist, so sollte man doch einmal fragen: Warum hat für uns jemand verschiedene Rechte, wenn er sich an verschiedenen Orten aufhält? Und warum lassen wir zu, dass Menschen „unsere“ Güter unter unwürdigen Umständen produzieren müssen, obwohl die Produktion dieser Güter bei uns nicht unter solchen Umständen erlaubt wäre?

 

Warum gestehen wir anderen Menschen nicht die gleichen Rechte zu, wie wir sie für uns selbst in Anspruch nehmen?

Ist uns unser lächerlicher Luxus tatsächlich so wichtig, oder sind wir uns dieser Tatsache einfach nicht bewusst?

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