Wie vielen von uns ist es nicht schon häufiger passiert, dass sie einer Gruppe Menschen begegnen, und sich einfach nur fragen, wie man sich denn nur so benehmen kann.

Mir ist dies in letzter Zeit häufiger so gegangen. Ich gehe durch die Stadt, und je mehr Menschen ich auf einmal sehe, um so oberflächlicher wirken diese auf mich. Ich weiß zwar aus guter Erfahrung, dass man eigentlich mit so gut wie jedem ein vernünftiges Gespräch führen kann, aber meist eben nur zu zweit. Spätestens bei 5 Personen beginnen diese sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zuzubewegen. Und was dabei zustande kommt ist viel zu oft nicht sehr ansehnlich.

Das Problem dabei ist, dass der Einzelne aufhört er selbst zu sein. Natürlich muss an dieser Stelle eingeschoben werden, dass auf diese Weise auch viele gute oder zumindest lustige Ideen nicht nur entstehen, sondern auch umgesetzt werden, für die ein einzelner nicht die Kraft hat, aber dies gelingt wohl nur, wenn die Menschen zumindest von vornherein ähnlich gepolt sind.

Was mich an dieser Entwicklung am meisten stört, ist noch nicht einmal, dass  sich dabei zum Teil saufende Horden zusammenrotten, pöbeln und randalieren. Das große Problem sehe ich darin, dass in einer Gruppe die Menschen nicht nur ihre Hemmungen verlieren, sondern oft auch ihre Meinungen und Ideale. Viele Menschen sind sich in der Gruppe nicht mehr treu und entwickeln  sich immer mehr zu dem, was die Gruppe ausmacht. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb mir Eigenbrötler manchmal so sympathisch sind. Sie verstellen sich nicht, und verstecken sich nicht hinter der Meinung irgend einer Gruppe.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich etwas gegen Geselligkeit und Gruppenzugehörigkeit habe, aber insbesondere bei jungen Menschen kann man beobachten, dass sie nur schwer von einer Gruppe in eine andere wechseln. Und ebenso verhält es sich zum Beispiel auch an der Uni. Man rutscht in eine Gruppe, und bleibt dort zumeist hängen. Unabhängig davon, ob man zufällig in dieser Gruppe ist, oder aus Überzeugung. Natürlich sucht man sich über Vereine und neue Bekanntschaften mit der Zeit einen neuen Freundeskreis zusammen, aber wer schon in der Kindheit modebewusst, mediennah und modern gelebt hat, der wird sich auch weiterhin unter solchen Freunden bewegen.

In gewissen Dingen und Ansichten ist unsere Gesellschaft flexibel, aber leider nicht in den Wesentlichen!

Daher: Informiert euch und bleibt ihr selbst, bevor ihr in einer desinformierten Masse untergeht! Denn es gibt nicht viele, die aus dieser Masse leicht wieder auftauchen können.

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