Demokratie gilt bei uns heute als eine Art Inbegriff von Freiheit.  Und zunehmend wird zur Zeit vor allem in der arabischen Welt der Ruf nach Demokratie größer, und unsere westlichen, demokratischen Regierungen befürworten und unterstützen dies generell , zumindest nach außen hin.

Doch ist diese Demokratisierung der Welt eine grundsätzlich zu befürwortende Entwicklung?

Zuerst zum Begriff selbst! Demokratie (griechisch für Volksherrschaft) bezeichnet idealer Weise eine Regierungsform, in der das Volk durch Mehrheitsentscheidungen regiert. In einer griechischen Stadt, zu einer Zeit, zu der sich der Begriff „Volk“ auf wenige Menschen beschränkte, war dies durchaus noch möglich. Dagegen ist es heute undenkbar, dass selbst in einem kleinen Staat wie Luxemburg sich das ganze Volk versammelt und Entscheidungen trifft. Daher gibt es bei uns repräsentative Demokratien.

Aber jede Regierungsform ist nur so gut, wie die Menschen, die in ihr herrschen. Eine Monarchie ist ja offensichtlich nicht schlecht, wenn der Monarch im Sinne des Volkes handelt. Ebenso verhält es sich bei allen anderen Regierungen. Ob nun einer, viele, oder „die Mehrheit“ regieren.

Die Frage stellt sich, was nun besser ist, eine Demokratie, eine Aristokratie oder eine Monarchie??

Bedenken muss man dabei – neben den bekannten Gedanken, derentwegen wir Demokratien befürworten – dass ein Volk auch in einer Monarchie die Macht hat den Monarchen „abzuwählen“, allein auf Grund der Tatsache, dass es eben trotz dem Macht besitzt. Und die Macht vieler Menschen übersteigt immer die Macht eines Einzelnen. Daher wird sich ein Monarch auch gut überlegen, wie er herrscht. Und wenn es seinem Volk gut geht, kann er es sich auch besser gehen lassen. Auf der anderen Seite gibt es in einer Demokratie wie der unseren das Problem, dass zwar theoretisch jeder die gleiche Macht hat, die Politik in weiten Teilen aber doch am Volk vorbei gemacht wird, was durch die EU neuerdings noch verstärkt wird. Es ist auch überhaupt nicht möglich, dass sich alle Menschen zu Allem Gedanken machen um sich eine fundierte Meinung zu bilden, welche sie zu einer vernünftigen Wahl überhaupt befähigt. So dass im Endeffekt die Menschen sich durch die Medien viel zu sehr formen lassen. Vielleicht nicht der Einzelne in jedem Thema, aber in der Summe gibt es wohl lediglich viele Menschen die über etwas Bestimmtes Ahnung haben, oder Einzelne die über vieles Ahnungen haben – jedoch Ahnungen, aber kaum Wissen, und erst recht keine fundierten Meinungen.

Daher sollten wir vorsichtig sein mit dem, was wir in anderen Ländern fordern und uns lieber unserer eigenen Schwächen bewusst werden!

Es gibt so viele Diktaturen, was ja nur ein anderes Wort für Monarchien ist, in dieser Welt. Warum bekämpfen wir denn gerade jene, in denen der Lebensstand annähernd auf unserem Niveau liegt (Libyen und Syrien sind in vielen Bereichen mit Ländern vergleichbar, die zuletzt sogar in die EU aufgenommen wurden, und haben einigen Demokratien auch etwas voraus)? Aber dazu an anderer Stelle mehr…

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